Unsere Geschichte
Wir sind eine Familie mit zwei Eltern, zwei Jungs und zwei Sprachen unter einem Dach. Einer von uns ist mit Deutsch aufgewachsen. Der andere lernt es noch, langsam, meistens abends vor dem Schlafengehen – und meistens einen Satz hinter dem Großen her.
Angefangen hat es an einem ganz gewöhnlichen Abend. Einer von uns hat auf Deutsch etwas gefragt, und die Antwort kam ohne Pause auf Englisch zurück, als wäre die Frage von Anfang an englisch gewesen. Wir haben beide gelacht. Und dann haben wir beide aufgehört zu lachen, weil wir das seit Wochen beobachtet und uns eingeredet hatten, es sei nichts.
Es war aber nicht nichts. Deutsch kam bei uns zu Hause von einem Erwachsenen, meistens in Eile und oft dann, wenn gerade jemand Ärger bekam. So etwas hat ein Kind schnell heraus. Eine Sprache, die nur einem Erwachsenen gehört und vor allem als Ermahnung auftaucht, legt ein Kind irgendwann still wieder weg.
Die naheliegende Antwort war, dass der Rest von uns sie eben auch lernt. Genau das war der schwierige Teil. Die Apps, die wir ausprobiert haben, setzen das Kind allein vor eine Zeichentrickfigur oder den Erwachsenen allein vor eine Lektion, um elf Uhr abends. Beides ist keine Familie, die gemeinsam etwas tut, und beides hat bei uns keine Woche überlebt.
Also haben wir die zehn Minuten gebaut, die uns immer gefehlt haben. Wir nennen sie ein Huddle. Nach dem Abendessen, ein Handy, das hin und her geht. Es beginnt mit einem Satz vom letzten Mal, und das Kind entscheidet, ob der Erwachsene ihn schon kann – das Kind urteilt, und bei uns in der Küche ist das der Teil, den niemand auslassen möchte. Dann ein paar neue Karten für heute, jede muttersprachlich eingesprochen, jede einmal weitergereicht. Danach liegt das Handy mit dem Display nach unten auf dem Tisch, und es gibt eine Frage, über die ihr am Tisch redet, so lange es eben dauert.
Was ein Huddle nicht ist: eine Prüfung. Es wird nichts bewertet. Es läuft keine Uhr gegen ein Kind. Die Sätze werden von Menschen ausgesucht und geprüft, statt jeden Abend neu geschrieben zu werden – denn einen Satz, den ihr eurem eigenen Kind sagt, sollte vorher ein Erwachsener gelesen haben, der die Sprache spricht. Und der Elternteil lernt in dieser Runde selbst mit, laut und hörbar, und macht vor dem Kind Fehler. Das ist keine Nebenwirkung. Das ist der ganze Gedanke.
Dann sind da noch die Großeltern. Sie wohnen in Deutschland, und lange liefen die Videoanrufe so, wie solche Anrufe eben laufen: winken, ein Kuscheltier in die Kamera halten, ein Erwachsener, der in der Mitte übersetzt. Etwas ändert sich, sobald das Kind eigene Worte hat, mit denen es selbst etwas anfangen kann. Aus der Vorführung für die Großeltern wird ein Gespräch mit ihnen. Dafür bauen wir das eigentlich.
Zum Geld, ganz direkt, weil wir es selbst nicht ausstehen können, wenn das im Kleingedruckten steht. Es wird einen Plan für die ganze Familie geben, und den Jahrespreis zeigen wir zuerst, weil er der ehrliche ist. Davor steht eine vollständige Testphase – alles davon, keine Kostprobe. Und euer Fortschritt und eure eigenen Sätze bleiben euch, auch wenn ihr irgendwann nicht mehr zahlt – weiterhin da, weiterhin lesbar. Die Sätze, die eure Familie selbst aufgeschrieben hat, sperren wir nicht hinter einer Bezahlschranke weg.
Angefangen haben wir mit Deutsch und Englisch, weil das unser Zuhause ist – und weil wir lieber ein Sprachpaar richtig machen als sechs schlecht. Die App ist so gebaut, dass das nächste Paar aus Daten besteht und nicht aus neuem Code: Sätze, Aufnahmen und Themen liegen außerhalb des Programms. Weitere Sprachen kommen dazu, sobald Familien danach fragen.
Wir sind keine Sprachschule, und wir haben hier keine Methode zu verkaufen. Es gibt ein Handy auf einem Küchentisch um sieben, und zwei Leute, die versuchen, die kleinere Sprache zu einer Sache von uns allen vieren zu machen.
Ein Plan für die ganze Familie: etwa 60 Dollar im Jahr oder 10 im Monat, der Jahrespreis zuerst. Und davor eine vollständige Testphase.
Das ist das, was wir uns gewünscht hätten. Wir hoffen, es ist auch das, was ihr euch wünscht.
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Die App ist noch nicht in den Stores. Eine E-Mail, wenn es so weit ist.